Notlagen

24. Februar 2010

Wenn in diesen Tagen in diesem unseren Lande die politischen Magazine des TV ein Loblied auf die fleissigen Flaschensammler singen die sich nicht auf Hartz-IV ausruhen, und zu sehen ist, wie Sklavenarbeiter auf wehrlose Hilfeempfänger gehetzt werden, wird mir übel.

Ein „Coffee to go“ würde manchmal meinen halben Tagesetat verschlingen und engagieren tu ich mich auch. Ehrenamtlich, aber davon wird meine Hose nicht sauber, der Kühlschrank nicht voll und die Energierechnung nicht bezahlt.

In meiner Wohnung tropfte der Wasserhahn. Später rann das Wasser hemmungslos. Es war eine Kleinigkeit. Die Sache hat ungefähr 25 Euro gekostet. Wovon wegnehmen ? Die Summe entspricht den Lebensmitteln für eine Woche.

Für sechs Tagessätze hätte ich die halbe Stadt mit Grafitti besprühen können: „Dieses System hat mich ausgeschissen!” Hab ich aber nicht. Ich bin da wirklich unschuldig!

Die Bischöfin Käßmann tut mir leid und ich bewundere auch ihren Mut und ihre Kraft. Öffentliche Treibjagden sind einfach widerlich. Sie wird hoffentlich wiederkommen ohne Luxusauto und Starattitüden.

Dann sitze ich in der Klosterkirche, in der ersten Reihe.

Afghanistan

27. Januar 2010

Todenhöfer über Afghanistankrieg: „Es ist ein Terrorzuchtprogramm”

“Für nichts schäme ich mich mehr als für unsere Beteiligung am Afghanistankrieg”, schreibt der Publizist Jürgen Todenhöfer. 
Er sieht Alternativen zur Kriegspolitik.

in den Kommentaren hierzu “Dr. No”:

Gestern abend war der olle SPD Struck im Fernsehen zu sehen. Er fand es unglaublich was sich die Frau Käßmann als Bischöfin da in ihrer Sylvesterpredigt über Afghanistan erlaubt hätte. O-Ton: “Das war völlig unangemessen.” Genauso unangemessen wie die Bergpredigt oder die Vertreibung der Händler aus dem Tempel? Kurz danach kam Volker Rühe (CDU) und argumentierte gegen den Krieg. Wer mir vor 20 Jahren erzählt hätte, SPD (und Teile der Grünen) würde mal eines Tages mit Karacho von links von Todenhöfer und Rühe als Friedenstauben überholt werden, den hätte ich für verrückt erklärt. Hut ab, Herr Todenhöfer.
Ach und dann noch ein Kommentar zum Schulbesuch afghanischer Mädchen. Laut UN-Angaben ist es für ein südafrikanisches Mädchen wahrscheinlicher vergewaltigt zu werden als lesen und schreiben zu lernen. Und nun? Weltmeisterschaft absagen, und in Südafrika einmarschieren? Das ist so ähnlich wie im Mittelalter, als die Missionierung der armen Heidenkinder als Rauchvorhang benutzt wurde, um die Kolonien auszubeuten.

Quelle: taz.de

Anonyme Säufer feiern ihre zehnjährige Bekanntschaft mit einer Kiste Bier und drei Flaschen Korn!

Der Münchner Merkur hat geschrieben, dass im Vergleich mit der Schlusserklärung von Kopenhagen ein Kinderwunschzettel an den Weihnachtsmann ein rechtsverbindlicher Vertrag ist.

Wir beschließen „Wachstumsbeschleunigungsgesetze“. Bekloppter geht nicht!

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